Eisenstadt, 7. 10. 2026
ÖVP-Antrag wird entkernt: Statt Primärversorgung auszubauen und Landarztförderung wieder einzuführen, schiebt Rot-Grün Verantwortung nach Wien ab
SPÖ und Grüne haben heute im Zuge der Ausschusssitzungen den ÖVP-Antrag für eine bessere wohnortnahe Gesundheitsversorgung in entscheidenden Punkten abgeändert. Statt konkreter Maßnahmen im Burgenland soll nun lediglich die Bundesregierung aufgefordert werden, bundesweit einheitliche und höhere Kassenhonorare zu schaffen.
„Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Gesundheit Burgenland begrüßt ausdrücklich den strukturierten Ausbau der Primärversorgung und die Wiedereinführung einer gezielten Landarztförderung. Auch die Ärztekammer unterstützt diese Maßnahmen. Und SPÖ und Grüne streichen genau diese Punkte trotzdem aus unserem Antrag“, kritisiert ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl.
Der ÖVP-Antrag fordert konkret ein flächendeckendes Konzept mit mindestens einem Primärversorgungszentrum in jedem Bezirk, das konsequente Abrufen vorhandener Bundesmittel sowie die Wiedereinführung der Landarztförderung und zusätzliche Anreize für Ärztinnen und Ärzte im ländlichen Raum.
„Eine bundesweite Angleichung der Kassenhonorare unterstützen wir ausdrücklich. Aber sie ersetzt keine konkreten Maßnahmen im Burgenland. Damit ist noch kein zusätzliches Primärversorgungszentrum geschaffen und keine Landarztförderung wieder eingeführt“, so Strobl.
Besonders bemerkenswert sei, dass sowohl Gesundheit Burgenland als auch Ärztekammer die Stoßrichtung des ÖVP-Antrags unterstützen. „Wenn selbst die Fachleute sagen, dass diese Maßnahmen sinnvoll sind, dann gibt es keinen sachlichen Grund, sie aus dem Antrag zu streichen. Aus einem konkreten Arbeitsauftrag für das Burgenland machen SPÖ und Grüne eine Forderung an Wien. Wir werden deshalb unsere konkreten Vorschläge auch im Landtag zur Abstimmung stellen“, so Strobl abschließend.


